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Nach 5 Wochen

Endlich ist die Analyse abgeschlossen und wir können nun mit der eigentlichen Therapie beginnen. Dennoch ist die Analyse von Nöten, diese ganzen Fragen und das wühlen in den dunklen Angelegenheiten der Patienten. Nicht das es mir unangenehm ist, aber ich merke immer mehr, wie der Patient, daran zu nagen hat. Die Selbstmordgefährdung stieg von Sitzung zu Sitzung. Manchmal zweifle ich selbst, an dieser Methode der Analyse, sie kann sehr grausam sein, aber auf der anderen Seite, sehe ich keinen Weg schneller an die gewünschten Informationen heranzukommen.

Das Ergebnis der Analyse:
Der Patient ist
- kindisch
- aggressiv
- stur
- realitätsfremd
- panisch
- depressiv
- leidet unter Halluzinationen
- egoistisch
- chauvinistisch
- rückradlos
- kein Selbstwertgefühl
- kindisch
- oberflächlich bishin zur Arroganz

Nun bleibt die Überlegung wie man den Patienten wieder "alltagstauglich" macht. Würde ich ihn jetzt dem Test unterziehen, so würde er auf jeder Linie versagen und das will ich nicht, nein, ich will dass er es schafft und sich nicht aufgibt, nicht so wie mein anderer Patient, der Brandstifter. Er hat sich für die Medikamentenbehandlung entschieden. Auch wenn die meisten der Patienten nicht zurechnungsfähig sind, können sie dennoch selbst entscheiden, welche Art der Therapie sie wählen. Die wenigsten wählen die "weiße Wand", die wenigsten sind dumm oder minderwertig.

Naja, mein Patient und ich haben endlich einen Ansatz gefunden, ihm wirklich zu helfen. Es handelt sich um eine Opfer-Täter-Konfrontation. Hierbei wird sein letztes "Opfer" anwesend sein, und ihr Therapeut, aber zum Glück nur die ersten Sitzungen. Wir werden versuchen ihren Therapeuten von der Notwendigkeit dieser Therapie zu überzeugen, damit er in Ruhe mit Finja sprechen kann. Hoffentlich verrät er sich nicht.

Ich bin schon sehr gespannt darauf.

13.2.07 19:27


Mein Patient

Nicht zu fassen, er hat mein Vertrauen völlig missbraucht.
Er hat seine Medikamente nicht genommen.
Wahrscheinlich denkt er sich auch noch, mist, warum hab ich das nur gesagt?

Tja, denkste Freundchen. Dann gibt's eben Spritzen - und Nachtschicht.
28.2.07 16:26


Die erste Nacht...

...war sehr anstrengend. Nicht nur die Tatsache, dass es Nacht war, nein, stellt euch vor, ein Kind soll euch etwas erzählen, über das es partout nicht sprechen will.
28.2.07 16:34





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